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Zunächst einige allgemeine Informationen zur Riester Rente an sich.

Die Riester Rente in der Auszahlung

in die Riester Rente einzuzahlen ist eine schöne Sache. Aber noch viel schöner ist es natürlich, die Riester Rente dann auch ausgezahlt zu ergattern. Aber wann ist das eigentlich möglich? Die Riester Rente ist ja eine Rente, dass heißt, man kann sie sich nicht mal eben so zwischendurch auszahlen lassen. Wenn man etwa sagt, so, jetzt bin ich Mitte 40 und hab keine Lust mehr zu arbeiten - jetzt leb ich mal von meiner Riester Rente. Wäre zwar schön, ist allerdings so nicht gedacht. Wer das trotzdem vorhat, der muss mit Rentenabschlägen rechnen. Denn das normale Auszahlungsalter beträgt 65 Jahre. Ab dann haben Sie aus diesem Grund einen regulären Anspruch auf Auszahlung der Riester Rente. Vorausgesetzt, sie haben dann unzweifelhaft mindestens 5 Jahre in die Riester Rente eingezahlt. Wem das zu lang ist, der kann zudem vordem mit 62 Jahren in Rente gehen und sich seine Riester Rente als monatliche Vorsorge auszahlen lassen. Das aber nur, wenn er bzw. sie vordem mindestens 35 Jahre seine Riester- geleistet hat. Wer trotzdem nicht abwarten kann oder will und schon früher in Rente gehen will, der kann das tun, allerdings wie oben vordem gesagt mit entsprechenden Abschlägen in der Rentenzahlung. Dieser Abschlag beträgt 0,3% pro vorzeitig in Anspruch genommenem Monat. Wer dementsprechend beispielsweise drei Jahre früher in Rente gehen will, der hat einen Abstrich von 36 (3 mal 12 Monate) mal 0,3%. Das ergibt dadurch einen Abschlag von 10,8%. Er erhält aus diesem Grund 10,8% weniger Rente, als wenn er bis zur normalen Verrentung gewartet hätte. Natürlich kann es Fälle geben, wo sich das trotzdem rechnet. Nämlich zum Beispiel gleichwohl aus steuerlichen Gründen. Aber das sollte vorher von entsprechenden Autoritäten genau durchgerechnet werden.

Riester Rente im Ausland

EU-Ausländer, die in Deutschland in die Riester Rente eingezahlt haben und ihre Rente lieber außerhalb von Deutschland verbringen möchten, haben nun zudem uneingeschränkten Anspruch auf die volle Riester-Förderung. Mit dieser seit April 2010 geltenden Regelung ist die Riester Rente an europäisches Recht angepasst. Wenn auch erst nach Mahnung durch den Europäischen Gerichtshof im Jahre 2009.
Die Förderungen durch Riester sind mit der Neuregelung nun nicht mehr an an die deutsche Sozialversicherung und gleichfalls nicht mehr an die uneingeschränkte Steuerpflicht in Deutschland gebunden. Sie müssen das heißt nicht mehr zurückgezahlt werden, wenn man die Riester-Rente im Ausland erhält. Das ist natürlich ebenfalls für alle Deutschen schön, die ihre Rente lieber auf Mallorco oder ähnlichen sonnigen Gefilden verbringen wollen. Denn ebenso für sie gilt, dass Sie Ihre Riester Rente ausgeben können, wo sie wollen.

Die geförderten Produkte der Riester Rente

Riester Produkte sind staatlich zertifiziert. Das bedeutet, dass nicht jedes Altersvorsorge-Produkt ebenso ein Riester Produkt werden kann. Um für die Riester Rente zugelassen zu werden, müssen die geprüften Produkte bestimmte Kriterien erfüllen. Aus diesem Grund gibt es auch nicht unbegrenzt viele verschiedene Möglichkeiten, im Rahmen der Riester Rente für später vorzusorgen. Derzeit gibt es anlegen verschiedenen Riester-Sparmöglichkeiten: Banksparplan, klassische private Rentenversicherung, Fondsgebundene Rentenversicherung, Fondssparplan, sowie die Pensionskasse, den Pensionsfonds und gleichfalls die Direktversicherung. Es ist nämlich durchaus möglich, die Riester Rente ebenfalls im Rahmen einer betrieblichen AltersAbsicherung abzuschließen. Ob dies Sinn macht, muss doch stets im Einzelfall geklärt werden, denn wenn die Riester Rente als betriebliche Vorsorge abgeschlossen wird, müssen auf die Auszahlungen der Rente später zur Kranken- und Sozialversicherung gezahlt werden. Hier sollte man infolgedessen vorher sehr genau prüfen, ob sich die Riester Rente in einem solchen Modell unzweifelhaft lohnt. Wer eine Riester Rente abschließen will, wendet sich entweder an eine Bank, eine Versicherung oder eine Fondsgesellschaft. Diese drei Institutionen sind derzeit die einzigen, die eine Riester Rente anbieten. Der Grund, warum es nicht viel mehr Anbieter gibt, liegt ebenfalls in der Zertifizierung. Nur so kann tatsächlich sichergestellt werden, dass die angebotenen Riester-Produkte auch wirklich den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

Riester Rente - eine Bindung fürs Leben?

Grundsätzlich ist eine Rente immer auf einen langen Zeitraum ausgelegt. Von den ersten Geldern, die Sie ansparen, bis zur letzten Auszahlung. Nur wenn Sie lange genug in eine Riester Rente einzahlen, ist die Chance hoch, dass Sie gleichwohl eine hohe Rente kriegen. Es macht nur wenig Sinn, einen Renten-Konstrukt noch in der Ansparphase vorzeitig abzubrechen, weil Sie dann meist nichts davon haben. Die Verzinsung ist noch sehr gering und abzüglich der Bearbeitungs-Abgaben bleibt Ihnen kein effektiv großer Gewinn. Was sich jedoch durchaus lohnen kann, ist ein Riester-Anbieterwechsel. Sie können einen Riester Kontrakt jeweils mit dreimonatiger Kündigungsfrist zum Quartalsende kündigen und zu einem anderen wechseln. Dabei sollten Sie doch erst den neuen Abschluss abschließen und dann den alten kündigen, damit Sie Ihrem alten Ihre neue Vertragsnummer mitteilen können und das bereits angesparte Vermögen auf den neuen Abschluss umgebucht werden kann.
Ein Wechsel zu einem anderen kann sich auf jeden Fall lohnen. Wenn Sie 30 Jahre lang jährlich 1.200 Euro in einen Riester Kontrakt einzahlen, macht bereits ein Prozentpunkt Renditeunterschied einen Unterschied von 13.000 Euro am Ende der Laufzeit aus. Darüber hinaus sind die Verwaltungs-Zuschläge bei den mannigfachen Anbietern ebenfalls unterschiedlich hoch. Sie sollten jedoch bedenken, dass bei einem Anbieterwechsel erneut Umlagen anfallen, die bei den meisten Versicherungsprodukten mittlerweile auf fünf Jahre verteilt werden. Bei einem alten Vertrag wurden diese Abgaben noch auf 10 Jahre verteilt. Wann und ob ein Wechsel für Sie sinnvoll ist, lassen Sie also am besten durch unabhängige Kapazitäten prüfen, die die aktuellen Zuschläge und Renditen für Sie vergleichen.

Wie viel muss in eine Riester Rente investiert werden?

Um die volle Förderung zu empfangen, müssen Sie mindestens 4% Ihres Vorjahres-Bruttoeinkommnes in den Riester-Abschluss einzahlen. Diesen Betrag müssen Sie nunächst selbst aufbringen und erhalten dann die Förderung zum Jahreswechsel erstattet. Es ist demgemäß nicht so, dass die amtlichen Zuschüsse automatisch zu Ihren Beiträgen jeden Monat hinzugerechnet werden und den Beitrag entsprechend reduzieren. Erst einmal zahlen Sie die selbst. Wenn Sie dann die jährlichen Zuschüsse beantragen und mindestens die 4% des Vorjahres-Bruttoeinkommens in die Riester Rente investiert haben, erlangen Sie die Förderung auf Ihr Konto überwiesen. Sie können das Geld dann entweder für die Riester- im nächsten Jahr verwenden oder es anderweitig sinnvoll für später zurücklegen. Sie können es natürlich zudem ausgeben. In der Verwendung sind Sie frei. Hauptsache Sie zahlen zudem weiterhin 4% Ihres Bruttoeinkommens in die Riester Rente, um auch weiterhin die volle Prämie zu erhalten.

Es gibt gleichwohl einen Mindestsatz, der auf jeden Fall in die Riester Rente eigezahlt werden muss, damit Sie die volle Förderung erwerben können. Dieser sogenannte Sockelbetrag beträgt 60 Euro. Sollte Ihre jährlichen Brutto-Einnamen deswegen so gering sein, dass 4% davon weniger als 60 Euro im Monat wären, müssten Sie trotzdem 60 Euro in die Riester Rente investieren. Sollten Ihre eingezahlten weniger als 4% betragen, dann erwerben Sie die Förderung um einen entsprechenden Prozentsatz reduziert. Es ist aus diesem Grund keine Katastrophe, wenn Sie einmal weniger einzahlen, denn das Geld arbeitet ja trotzdem für Sie. Und die Summe, die Sie eingezahlt haben, bleibt ja fürderhin unverändert, da Sie die selbst monatlich leisten, unabhängig von der Höhe des Zuschusses.

(c) B&S

Hannoversche Leben


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